Wirtschaftsminister Panter besucht Bell-Zentrale
30. April 2026 Corporate

Wirtschaftsminister Panter besucht Bell-Zentrale in Leipzig

Sachsens Wirtschaftsminister informierte sich über KI-Duftentwicklung und geplante Großinvestition.

Bei einem Rundgang durch Produktion, Forschung und Entwicklung standen zwei Themen im Mittelpunkt: der Einsatz von KI in der Duftentwicklung in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig sowie eine geplante Großinvestition in eine neue Duftstoffproduktion am Standort Miltitz.

Einblick in die Produktion

Minister Panter erlebte wie aus Rohstoffen fertige Aroma- und Duftkompositionen entstehen: vom Wiegen und Mischen über die Qualitätskontrolle bis zur Abfüllung. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Gelände in Leipzig-Miltitz verlassen jährlich rund 5.000 Tonnen Fertigprodukte das Werk – Aromen, Duftstoffe und Pflanzenextrakte, die in Lebensmitteln, Kosmetik und Haushaltspflege weltweit zum Einsatz kommen. Der Standort ist zugleich Zentrale der Bell-Geschäftsregion Europa, Naher Osten, Afrika und Indien.

KI trifft Erfahrung

Einen besonderen Schwerpunkt des Besuchs bildete die Forschungsarbeit. Bell untersucht gemeinsam mit der Universität Leipzig, wie künstliche Intelligenz Entwicklungszyklen beschleunigen und sensorische Eigenschaften von Duftstoffen präziser vorhersagen kann. Ein Bell-Mitarbeiter promoviert im Rahmen des Projekts an der Fakultät für Chemie. Weitere Hochschulpartnerschaften in Sachsen sind in Vorbereitung.

„Mit KI erschließen wir eine neue Dimension: schneller, präziser, nachhaltiger. Dass wir dieses Know-how gemeinsam mit sächsischen Hochschulen aufbauen, stärkt beide Seiten“, sagte CEO Holger Wetzler.

Wenn ein Mittelständler mit fast 200 Jahren Erfahrung KI einsetzt, um seine Produkte weiterzuentwickeln, ist das ein Signal weit über die Branche hinaus.

Dirk Panter

Investition geplant, Förderfrage offen

Der Minister informierte sich außerdem über den geplanten Bau einer neuen, hochautomatisierten Duftstoffproduktion in Miltitz – mit Wärmerückgewinnung, energieeffizienter Anlagentechnik und dem Ziel, die Kapazität für flüssige Duftstoffe langfristig zu verdreifachen. Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen.

Der Projektstart liegt derzeit auf Eis. „Wir wollen diese Investition in Sachsen tätigen – bewusst und aus Überzeugung. Aber wir brauchen eine klare Förderperspektive und verlässliche Rahmenbedingungen vom Freistaat“, so Wetzler.

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(Quelle: Christian Modla, Bell Flavors & Fragrances)